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Herzlich Willkommen

auf den Internetseiten der Evangelischen Familienpflege in Bayern. Wir haben für Sie eine Fülle an Informationen und Materialien zusammengestellt - sollten Sie weitere Fragen oder Anmerkungen haben, zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir sind gerne für Sie da.

 

 

Fortbildungen 2012 für Dorfhelferinnen und Familienpflegerinnen

Hier finden Sie eine Übersicht der Fortbildungen in 2012 für Dorfhelferinnen und Familienpflegerinnen vom Evangelischen Bildungszentrum am Hesselberg.

 

 

 

Zusatzausbildung „Haushalts-Organisations-Training®“ abgeschlossen - Dorfhelfer-/Familienpflegerinnen haben Kenntnisstand erweitert

 

Zusatzausbildung „Haushalts-Organisations-Training®“ abgeschlossen -

Dorfhelfer-/Familienpflegerinnen haben Kenntnisstand erweitert

 

HESSELBERG – Eine Weiterbildung zum HaushaltsOrganisationsTraining® der Familienpflege, kurz HOT genannt, haben 17 Frauen am 20. Januar am Evang. Bildungszentrum Hesselberg erfolgreich abgeschlossen. HOT wurde vom Deutschen Caritasverband im Rahmen eines vom Bundesfamilienministerium geförderten Modellprojektes entwickelt. Der Begriff ist markenrechtlich geschützt. Die 15 Familienpflegerinnen und zwei Dorfhelferinnen haben am Hesselberg von November 2010 bis Januar 2012 15 Seminartage besucht. Für das Abschlussseminar mussten sie eine Projektarbeit erstellen und diese dort präsentieren. Im Anschluss erhielten sie ein Zertifikat. Die Weiterbildung zu HOT bot das Evang. Bildungszentrum Hesselberg bereits zum zweiten Mal an.

Die Bildungseinrichtung hatte zu dieser Maßnahme eingeladen, weil ihre eigenen Familienpflegerinnen bzw. Dorfhelferinnen in ihren Einsätzen oft auch in Familien kommen, in denen die Eltern mit den täglichen Aufgaben wie der Versorgung der Kinder, der Haushaltsorganisation und der Strukturierung des Tagesablaufs nicht mehr zurecht kommen.

Heidemarie Wudowenz, Referentin des Evang. Familienpflegedienstes Hesselberg und Organisatorin der Fortbildung, betont: „In die Lage, dass man Hilfe bei der Haushaltsführung braucht, kann jeder kommen – etwa durch Krankheit oder eine Veränderung der Lebensumstände (wie die Trennung von einem Partner).“ In solchen Fällen wissen die Beteiligten zwar was zu tun ist, können dieses Wissen aber aufgrund der äußeren Umstände nicht immer abrufen. Manchmal wird auch einfach nur ein „Coach“ benötigt, der zeigt, wie man am besten in einer neuen Situation den Haushalt organisiert. Das kann auch für Familien interessant sein, die selbst merken, dass sie Hilfe brauchen, ohne dass die Umgebung schon darauf aufmerksam geworden wäre. Der Einsatz einer HOT-Trainerin / eine HOT-Trainers kann als Leistung vom Jugendamt angefragt, aber auch selbst bezahlt werden.

Wenn HOT in einer Familie eingesetzt werden soll, legt die entsprechende Familie mit dem/r HOT-Trainer/in fest, in welchem Bereich sie Hilfe braucht. Der Einsatz erfolgt dann in verschiedenen Phasen. Anfangs zeigt die Trainerin, wie es richtig geht und trainiert mit den Familienmitgliedern die vereinbarten Fertigkeiten bzw. Zuständigkeiten. Später begleitet sie die Familie nur noch bei der Umsetzung und trägt dazu bei, dass sich die selbst gewählten Abläufe festigen können. Am Ende überprüft sie, ob die Familie nun mit der Haushaltsführung allein zurechtkommt. Erst wenn alles klappt, wird nach einem Abschlussgespräch der Einsatz beendet.

HOT gilt als „aufsuchendes Angebot der Familienhilfe“, in dem die Familien direkt in ihrem Lebensumfeld an der Veränderung nicht funktionierender Alltags- und Haushaltssituationen arbeiten. Das Training vermittelt Kompetenzen in folgenden Bereichen: Grundversorgung von Kleinkindern und Säuglingen, Versorgung & altersgemäße Tagesstruktur von Kindern, Sauberkeit & Ordnung in der Wohnung, Alltagsorganisation, Gesundheit & Körperpflege der Erwachsenen, Kleider- & Wäschepflege, Einkaufen, Ernährung & Mahlzeiten, Umgang mit Geld sowie Risiken der Ver- und Überschuldung.

Das HOT-Training ist eine Weiterqualifikation für Familienpflegerinnen und Dorfhelferinnen. Es kann dem Anstellungsträger einen anderen Einsatzmarkt eröffnen. So kann gerade Familien, die sich in finanzieller Not befinden, die überfordert sind oder in denen psychische Probleme vorliegen, damit geholfen werden.

Durch das Training sollen die Familien langfristig wieder selbst in die Lage versetzt werden, sich allein versorgen zu können. Die Fachkräfte setzen daher auf die Nachhaltigkeit ihres Einsatzes.

Oft zeigen sich durch das Aufstellen von Haushaltsplänen, die Kontrolle durch HOT-Trainer/innen und den häufigen Kontakt auch in Form von „Besuchen“ schnell Erfolge des Programms. Dann ist es wichtig, die Wirkung der Maßnahme zu stabilisieren und nicht sofort die Stundenzahl der HOT-Trainer/innen zu reduzieren oder gar den Einsatz zu beenden. Erst wenn die Familie wieder über einen längeren Zeitraum Routine im Durchführen ihrer Alltags- und Haushaltsfertigkeiten erworben hat, ist dies möglich.

Ein erfolgreicher Einsatz von HOT erspart viele Folgekosten und ermöglicht es oft Kindern betroffener Familien in ihrer Familie zu bleiben. Dadurch können Heimaufenthalte vermieden bzw. verringert werden und/oder auch schulische Probleme der Kinder reduziert werden. So profitieren durch den Einsatz von Dorfhelferinnen und Familienpflegerinnen als HOT-Trainerinnen die Familien (allen voran die Kinder) genauso wie zum Beispiel Jugendämter. Es ist zu vermuten, dass der Bedarf solcher Einsätze in Zukunft steigt.

Am Hesselberg bildet man übrigens auch Dorfhelferinnen und Familienpflegerinnen aus. Die Ausbildung zur „staatlich geprüften Dorfhelferin“ beginnt an der Evang. Fachschule für Dorfhelferinnen am 23. April, die Ausbildung zur „staatlich anerkannten Familienpflegerin“ an der Evang. Fachschule für Familienpflege startet am 1. Oktober. Anmeldungen sind bereits jetzt möglich. Genauere Informationen über das HOT-Training, aber auch über die beiden Ausbildungen erhält man bei Heidemarie Wudowenz unter Telefon 09854/10-0.

 

 

 

HOT: Übersicht über Dienste, die HOT anbieten

Einrichtungen_mit_HOT.doc

 

 

 

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion "Familie&Co" bieten wir Ihnen den Artikel "Wenn Mama mal krank ist"  zum Download an.